Technische Hilfe – GTSMonitor.ch
GTS-Visualisierung, Phänologie, Pflanzenbeobachtungen und imkerliche Unterstützung
Willkommen bei GTSMonitor.
Die Plattform unterstützt Imker, Landwirte und Naturinteressierte bei der Beobachtung der Vegetationsentwicklung anhand von Temperaturdaten, Grünlandtemperatursumme (GTS), phänologischen Jahreszeiten und Pflanzenbeobachtungen.
Inhaltsverzeichnis
Phänologischer Kalender
Aufbau des Kalenders
Die 10 phänologischen Jahreszeiten
Jahresvergleich
Prognose des nächsten Phasenübergangs
Erwartete Blühpflanzen
Aktuelle Imkerarbeiten
Eigene Beobachtungen hinzufügen
Neue Pflanzen erfassen
Meine Blühalarme
Visualisierung
Wetterprognose
Einstellungen – Standort aktualisieren
Manuelle GTS hinzufügen & Pflanzenbasierte GTS-Schätzung
Manuelle GTS hinzufügen
Pflanzenbasierte GTS-Schätzung
Aktuelle Einträge
Vorhersage-Pflanzen
E-Mail-Benachrichtigungen
LoRaWAN-Abdeckung prüfen
Systemhinweise
Sensorfehler und Datenlücken
Haftungsausschluss
Feedback & Unterstützung
1. Phänologischer Kalender
Der Phänologische Kalender bildet die Grundlage vieler Funktionen von GTSMonitor.
Im Gegensatz zum klassischen Kalender orientiert sich der phänologische Kalender nicht an festen Datumsgrenzen, sondern an der tatsächlichen Entwicklung der Natur. Grundlage dafür sind die gemessenen Temperaturen, die daraus berechnete Grünlandtemperatursumme (GTS) sowie typische Entwicklungsstadien ausgewählter Pflanzen.
Dadurch können Vegetationsbeginn, Blühphasen und saisonale Entwicklungen standortbezogen und deutlich präziser dargestellt werden.
Aufbau des Kalenders
Der Phänologische Kalender zeigt:
die aktuelle Grünlandtemperatursumme (GTS)
die aktuelle Naturphase
historische Jahresvergleiche
wichtige phänologische Übergänge
charakteristische Zeigerpflanzen
den bisherigen Jahresverlauf
Die farbigen Ringe stellen verschiedene Jahre dar und ermöglichen einen direkten Vergleich zwischen dem aktuellen Jahr und früheren Jahren.
Die 10 phänologischen Jahreszeiten
Der phänologische Kalender unterteilt das Jahr in zehn Naturphasen. Im Gegensatz zu den klassischen Jahreszeiten basieren diese nicht auf festen Kalenderdaten, sondern auf der tatsächlichen Entwicklung der Vegetation.
Die aktuelle Naturphase wird anhand der gemessenen Temperaturen, der berechneten Grünlandtemperatursumme (GTS) sowie hinterlegter Pflanzen- und Phänologiedaten ermittelt.
Die einzelnen Naturphasen sowie die zugehörigen Zeigerpflanzen werden direkt in der Legende des Kalenders angezeigt.
Dadurch können regionale Unterschiede und jahresbedingte Schwankungen deutlich genauer dargestellt werden als mit festen Kalenderdaten.
Die aktuelle Naturphase bildet zudem die Grundlage für:
die Anzeige aktueller Blühpflanzen
die Berechnung von Naturphasen-Übergängen
die Prognose zukünftiger Vegetationsentwicklungen
die Funktion „Aktuelle Imkerarbeiten“
Pflanzenbeobachtungen
Jahresvergleich
Der Jahresvergleich zeigt, wie sich das aktuelle Jahr im Vergleich zu früheren Jahren entwickelt.
Positive Werte bedeuten, dass die Vegetation gegenüber dem langjährigen Mittel voraus ist.
Negative Werte bedeuten, dass die Vegetation gegenüber dem langjährigen Mittel zurückliegt.
Prognose des nächsten Phasenübergangs
Anhand der aktuellen GTS und der Wetterprognose berechnet GTSMonitor den voraussichtlichen Zeitpunkt des nächsten Übergangs in eine neue Naturphase.
Hinweis
Die angegebenen Naturphasen dienen als Orientierungshilfe. Der tatsächliche Entwicklungsstand der Vegetation kann je nach Standort, Höhenlage, Mikroklima und Witterungsverlauf variieren.
2. Erwartete Blühpflanzen
Basierend auf der aktuellen Grünlandtemperatursumme (GTS), der Naturphase sowie historischen Referenzdaten werden die aktuell erwarteten Blühpflanzen angezeigt.
Diese Funktion unterstützt bei der Beobachtung der Vegetationsentwicklung und kann insbesondere für Imker hilfreich sein.
Die angezeigten Pflanzen stellen eine Schätzung dar und können je nach Standort, Höhenlage und Witterungsverlauf variieren.
3. Aktuelle Imkerarbeiten
Die Funktion „Aktuelle Imkerarbeiten“ unterstützt Imker bei der Orientierung innerhalb des Bienenjahres.
Die Empfehlungen basieren auf:
aktueller Naturphase
Grünlandtemperatursumme (GTS)
aktuellen Blühpflanzen
phänologischen Zusammenhängen
imkerlichen Erfahrungswerten
Je nach Jahresphase werden unterschiedliche Arbeiten vorgeschlagen.
Beispiele:
Futterkontrolle
Schwarmkontrolle
Honigraum aufsetzen
Honig ernten
Ablegerbildung
Varroakontrolle
Wintereinfütterung
Restentmilbung
Die Empfehlungen dienen als Orientierungshilfe und ersetzen nicht die individuelle Beurteilung des Bienenvolkes.
4. Eigene Beobachtungen hinzufügen
Mit dieser Funktion können Pflanzenbeobachtungen direkt erfasst werden.
Erfasst werden können:
Pflanze
Beobachtungsdatum
aktueller GTS-Wert
optionale Beschreibung
Die Beobachtungen dienen der Verbesserung und Validierung der hinterlegten Phänologie- und GTS-Daten.
Neue Pflanzen erfassen
Falls eine Pflanze noch nicht vorhanden ist, kann im Auswahlfeld der Eintrag:
„Sonstiges (andere Pflanze)”
gewählt werden.
Der Pflanzenname kann anschliessend im Beschreibungsfeld ergänzt werden.
Wichtig
Beobachtungen sollen möglichst im engen Umkreis des Sensorstandorts erfolgen, um eine optimale Vergleichbarkeit mit den gemessenen Klimadaten sicherzustellen.
Hinweis
Beobachtungen beeinflussen die automatische GTS-Berechnung nicht direkt.
Die Daten sind ausschliesslich für den jeweiligen Nutzer sowie den Administrator sichtbar.
5. Meine Blühalarme
Die Funktion „Meine Blühalarme“ befindet sich derzeit noch im Aufbau und ist aktuell noch nicht aktiv.
Künftig sollen Nutzer individuelle Pflanzen auswählen können und automatisch benachrichtigt werden, wenn aufgrund der aktuellen Grünlandtemperatursumme (GTS), der Naturphase und der Wetterprognose eine Blüte oder ein relevantes Pflanzenereignis erwartet wird.
Die Funktion befindet sich aktuell in Entwicklung.
6. Visualisierung
Im Bereich Visualisierung wird die Grünlandtemperatursumme (GTS) grafisch dargestellt.
Funktionen
Darstellung der GTS als Kurve
historische Daten anzeigen
Temperaturverlauf anzeigen
Luftfeuchtigkeitsverlauf anzeigen
Prognose der nächsten Tage
Darstellung ausgewählter Pflanzenereignisse
Wetterprognose
Die Wetterprognose wird über den externen Wetterdienst OpenWeather bereitgestellt und für Prognosen sowie zukünftige Naturphasen verwendet.
7. Einstellungen – Standort aktualisieren
Im Menü Einstellungen kann der Standort des Sensors auf einer Karte aktualisiert werden.
Der Standort wird verwendet für:
Wetterprognosen
regionale Phänologie-Auswertungen
Berechnung von Naturphasen
Wichtig
Eine korrekt gesetzte Position verbessert die Genauigkeit der Auswertungen und Prognosen.
Änderungen werden erst nach Klick auf „Standort speichern“ übernommen.
Der Sensor sollte möglichst dauerhaft am gleichen Standort betrieben werden. Häufige Standortwechsel können die Vergleichbarkeit historischer Daten beeinträchtigen.
8. Manuelle GTS hinzufügen & Pflanzenbasierte GTS-Schätzung
Damit die Plattform unmittelbar nach der Inbetriebnahme verwendet werden kann, wird die Grünlandtemperatursumme zunächst anhand historischer Wetterdaten von OpenWeather für den gewählten Standort berechnet.
Dadurch kann bereits ab dem ersten Tag eine geschätzte GTS sowie die aktuelle Naturphase angezeigt werden.
Falls genauere Informationen vorliegen, kann die GTS korrigiert werden.
Manuelle GTS hinzufügen
Verwendung eines bekannten GTS-Wertes für ein bestimmtes Datum.
Pflanzenbasierte GTS-Schätzung
Berechnung anhand einer bekannten Pflanzenbeobachtung und hinterlegter Referenzdaten.
9. Aktuelle Einträge
Unter „Aktuelle Einträge“ werden alle selbst erfassten Pflanzenbeobachtungen des ausgewählten Sensors angezeigt.
Die Einträge dienen der Dokumentation und können für spätere Vergleiche mit der Vegetationsentwicklung herangezogen werden.
10. Vorhersage-Pflanzen
Im Bereich Vorhersage-Pflanzen können Pflanzen ausgewählt werden, die in der Visualisierung und in Prognosen berücksichtigt werden sollen.
Funktionen
individuelle Pflanzenauswahl
Darstellung erwarteter Pflanzenereignisse
Anpassung der Visualisierung
Wichtig
Änderungen werden erst nach Klick auf „Auswahl speichern“ übernommen.
11. E-Mail-Benachrichtigungen
Die Funktionen:
E-Mail-Benachrichtigungen
Blühalarme per E-Mail
befinden sich derzeit in Entwicklung und stehen aktuell noch nicht zur Verfügung.
12. LoRaWAN-Abdeckung prüfen
Vor der Bestellung und Installation eines Sensors sollte geprüft werden, ob am gewünschten Standort ausreichend LoRaWAN-Abdeckung vorhanden ist.
Swisscom LoRaWAN-Abdeckung:
https://lpn.swisscom.ch/lpn-coverage
Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, die LoRaWAN-Abdeckung am geplanten Standort zu prüfen.
Die tatsächliche Empfangsqualität kann durch Gebäude, Vegetation, Topografie oder die Montagehöhe des Sensors beeinflusst werden.
Sollte keine ausreichende Abdeckung vorhanden sein oder Unsicherheit bezüglich der Netzabdeckung bestehen, kontaktieren Sie bitte GTSMonitor vor der Installation, damit mögliche Alternativen geprüft werden können.
13. Systemhinweise
Die Genauigkeit der Auswertungen basiert auf einer Kombination aus:
Sensordaten
Standortdaten
Wetterdaten von OpenWeather
Pflanzenbeobachtungen
Phänologiedaten
Die Kombination dieser Datenquellen ermöglicht eine möglichst präzise Darstellung der Vegetationsentwicklung.
14. Sensorfehler und Datenlücken
Durch technische Störungen, Wartungsarbeiten, LoRaWAN-Unterbrüche oder externe Einflüsse können zeitweise Datenlücken entstehen.
GTSMonitor bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Plattform, kann jedoch keine unterbrechungsfreie Datenbereitstellung garantieren.
15. Haftungsausschluss
Die auf GTSMonitor dargestellten Werte, Prognosen, Naturphasen, Pflanzenereignisse und Empfehlungen dienen ausschliesslich der Information und Unterstützung bei der Beobachtung von Vegetations- und Naturentwicklungen.
Die bereitgestellten Informationen stellen keine verbindliche landwirtschaftliche, imkerliche oder betriebliche Handlungsempfehlung dar.
Entscheidungen aufgrund der bereitgestellten Informationen erfolgen in eigener Verantwortung des Nutzers.
16. Feedback & Unterstützung
Bei Fragen, Ideen oder Anregungen steht das Kontaktformular auf der Website jederzeit zur Verfügung.
Vorschläge für zusätzliche Pflanzen und Beobachtungen sind ausdrücklich willkommen und helfen dabei, GTSMonitor kontinuierlich weiterzuentwickeln.